Home News

Neues von Waterberg Wilderness

Ihre Erlebniswelt am Tafelberg der Kalahari

Sie möchten gern stets wissen, was sich auf Waterberg Wilderness tut? Abonnieren Sie unseren Newsletter. Erscheint alle drei Monate. Mit einer bunten Mischung von Stories zu Nashörnern und anderen spannenden Themen sowie News zu Waterberg Wilderness und seinen Partner-Unternehmen Ghaub (in den Otavi-Bergen) und Ondekaremba (am Flughafen).

Einem Raubtier auf der Spur

Leopard? Gepard? Hyänenhund? Erdwolf? Hund? Die Antworten unserer Facebook-Fans auf die Frage, welches Tier die auf dem Foto zu sehenden Spuren hinterlassen hat, gingen bunt durcheinander. Nur zwei der 21 Fans lagen mit ihrem Tipp völlig richtig...

  • Schabracken-Hyäne auf Waterberg Wilderness

    Was für ein Tier war das? Abdrücke von Vorder- und Hinterpfote; die Linsenkappe hat etwa 6,5 cm Durchmesser. Foto: Waterberg Wilderness

  • Schabracken-Hyäne auf Waterberg Wilderness

    Schema zum Identifizieren von Pfoten mit Klauen von Chris und Mathilde Stuart ("Tracks & Signs", 2004, S. 36/37)

  • Schabracken-Hyäne auf Waterberg Wilderness

    Schema zum Identifizieren von Pfoten mit Klauen von Chris und Mathilde Stuart ("Tracks & Signs", 2004, S. 36/37)

Aufregender Fund am Rande des Farmweges zwischen Waterberg Andersson Camp und Waterberg Wilderness Lodge, also ziemlich weit oben im Tal des privaten Naturreservates Waterberg Wilderness: Eine Tierspur, die sich in dem vom Regen feuchten Sand deutlich abzeichnete.

Wie sich das dazu gehörige Tier identifizieren lässt, erklären Chris und Mathilde Stuart in ihrem Buch "Tracks & Signs": Bei Pfoten geht es erstmal um die Frage, ob mit oder ohne Klauen. Raubkatzen scheiden in unserem Fall aus, weil sie ihre Klauen beim Laufen einziehen, wie auch einige unserer Facebook-Fans richtig erwähnen. Die nächsten Kriterien sind Größe und Form. Anhand von Stuarts Schema ist klar: Dies war eine ausgewachsene Hyäne.

Bleibt nur noch die Frage, welche der drei Arten. Die gestreifte Hyäne kommt im Südlichen Afrika nicht vor. Die Tüpfelhyäne scheidet mit größter Wahrscheinlichkeit aus, weil der Waterberg von Farmen umgeben ist. Farmer sehen sie als Bedrohung des Viehs und töten oder vertreiben sie. So handelt es sich also wohl um eine Schabracken-Hyäne, auch braune Hyäne oder Strandwolf genannt, die im Gegensatz zur Tüpfelhyäne nicht im Rudel unterwegs ist und auch als sehr viel scheuer gilt. Anhand der Spuren, die wir immer wieder finden, gehen wir davon aus, dass drei bis fünf Schabracken-Hyänen in unserem Gebiet leben. Und nein: Obwohl ihre Spuren furchteinflößend wirken, sind sie für den Menschen nicht gefährlich.

  • Schabracken-Hyäne an einem Wasserloch im Kgalagadi Transfrontier Park

    Schabracken-Hyäne an einem Wasserloch im Kgalagadi Transfrontier Park (2011). Foto: Bernard Dupont, Wikipedia

"Bevölkerungsexplosion" im Vogelparadies Waterberg

Am Waterberg kommen sehr viel mehr Vogelarten vor als bisher bekannt und in Reiseführern immer wieder angegeben. Das haben Experten in einem Vortrag auf der Waterberg Valley Lodge erklärt. Dabei ging man bisher bereits von über 200 verschiedenen Vögeln aus...

  • Aufregende Entdeckung auf der Vogel-Exkursion: Ein offenbar noch junger Habichtsadler

    Aufregende Entdeckung auf der Vogel-Exkursion: Ein offenbar noch junger Habichtsadler. Foto: Waterberg Wilderness

Der Wochenend-Ausflug der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft zu Waterberg Wilderness Mitte Februar brachte selbst für Kenner der Vogelwelt eine Überraschung. "Es wurden in dieser Gegend mehr als 300 Vogelarten gesichtet und nicht knapp über 200, wie bisher immer angenommen", erklärten die Vorsitzende des Namibia Bird Club, Gudrun Middendorff, und ihr Partner Neil Thomson in ihrem Vortrag vor den 25 Teilnehmern der Exkursion. "Wir selbst haben gestaunt, als wir die Vogellisten sahen, die im Rahmen des Southern African Bird Atlas Project für die betreffenden Quadranten zusammengestellt wurden.“

Die Ursachen für die außergewöhnliche Vielfalt der Vogelwelt ist indessen bekannt: Neben dem Wasserreichtum durch die Quellen sind es die vielen verschiedenen Lebensräume wie Bergplateau, Steilkante, Hang, Tal und Ebene sowie der entsprechende Artenreichtum an Pflanzen (rund 500 Arten).

Für den typischen Klang im Vogelreich des Waterbergs sorgen vor allem zwei Vögel, die kaum zu sehen, aber überall zu hören sind: Die Meckergrasmücke (Graurücken-Camaroptera) und der nur in Namibia vorkommende Damara-Felsenspringer. Zu den Arten, die das Herz des Vogelfreunds höher schlagen lassen, gehören zudem der Bradfield-Toko, der Rüppell’s Papagei und der Senegal-Spornkuckuck.

Die Vogelwelt des Waterbergs hat zudem zwei Weltrekorde zu bieten: Mit dem Strauß lebt hier der weltweit größte Vogel und mit der Riesentrappe auch der größte Vogel der Welt, der fliegen kann.

In unserer Informations-Broschüre haben wir 43 typische Vogelarten mit deutschem und englischem Namen aufgelistet, die man bei uns sehen kann. Jeder Besucher unseres privaten Naturreservates Waterberg Wilderness erhält sie bei Ankunft an der Rezeption und kann sie zum "Abhaken" benutzen.

  • Auf der Vogelliste stehen auch Paradiesschnäpper, Schwalbenschwanz-Bienenfresser, Sekretär und Riesentrappe

    Auf der Vogelliste stehen auch Paradiesschnäpper, Schwalbenschwanz-Bienenfresser, Sekretär und Riesentrappe (l.n.r., oben, unten). Fotos: Waterberg Wilderness

Online zahlen – einfach und sicher
  • Routes for recording the Marula trees at Ghaub

Das Bezahlen einer Buchung ist bei Waterberg Wilderness jetzt noch einfacher geworden – und vor allem sicherer. Das Online-Zahlungssystem Virtual Card Service (VCS) der internationalen Gruppe Direct Pay Online (DPO) schafft eine gesicherte Verbindung zu unserer Partnerbank First National Bank in Namibia.

Im Gegensatz zu anderen Zahlungssystemen im Internet ist auf diesem Wege gewährleistet, dass Zahlungen aus dem Ausland wie vorgeschrieben automatisch bei der Bank of Namibia gemeldet werden. VCS ist einfach und schnell zu bedienen; der Link befindet sich auf der "Kontakt"-Seite.

Das bisher übliche Verfahren, per Kreditkarte zu zahlen und die Daten per Email durchzugeben, steht natürlich auch weiterhin zur Verfügung.

Mehr Platz für Camper
  • Auch die neuen Stellplätze der Waterberg Plateau Campsite sind mit Schattendach, Wasseranschluss und Grillanlage ausgestattet

    Auch die neuen Stellplätze der Waterberg Plateau Campsite sind mit Schattendach, Wasseranschluss und Grillanlage ausgestattet. Foto: Waterberg Wilderness

Der weltweite Trend zum Zelten in der Natur macht auch vor dem Waterberg nicht halt. Im vergangenen Jahr kam es immer wieder vor, dass die Waterberg Plateau Campsite Gäste abweisen musste, weil sie völlig ausgebucht war. Gute Nachricht: Das sollte in diesem Jahr nicht wieder vorkommen.

Noch im Dezember wurden auf der Waterberg Plateau Campsite zwölf neue Stellplätze fertiggestellt – mit drei Waschgebäuden und einem Schwimmbecken. Wie die bisherigen acht Plätze hat jeder Stellplatz seine eigene Dusche und Toilette im gemeinsamen Waschgebäude.

Der neue Teil der Campsite schließt sich auf der anderen Seite des Zufahrtsweges an und schmiegt sich an einen amphitheater-förmigen Hang am Fuß des Waterbergs. Selbstverständlich wurde darauf geachtet, dass die Plätze separat zwischen Felsen und Busch liegen, so dass jeder Gast seine Privatsphäre hat. Der Kiosk, an dem man Getränke und Grillfleisch kaufen kann, ist von beiden Teilen des Campingplatzes aus gut zu erreichen.

Mit der Erweiterung ist es zudem möglich, Individualreisende und Gruppen noch konsequenter zu trennen. Die 20 Stellplätze der Waterberg Plateau Campsite sind für Individualgäste vorgesehen, während Gruppen nach Möglichkeit auf den vier Stellplätzen des separat liegenden Waterberg Andersson Camps untergebracht werden.

110 Jahre Betrieb auf Otjosongombe

Das Gebiet des heutigen Naturreservates Waterberg Wilderness feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Vor 110 Jahren begann die Bewirtschaftung der damals neu gegründeten Farm Otjosongombe. Der aus Deutschland eingewanderte Farmer war der Enkel eines bekannten Komponisten...

  • Nur das Nötigste zum Leben: Bild aus der Gründerzeit von Otjosongombe

    Nur das Nötigste zum Leben: Bild aus der Gründerzeit von Otjosongombe. Foto: Waterberg Wilderness

... und trug denselben Namen: Friedrich von Flotow. Allerdings war er weniger musikalisch als sein Großvater, der sich vor allem mit der Oper „Martha“ einen Namen gemacht hatte. Wie Tausende junge Deutsche wanderte er um die Jahrhundertwende aus, aber nicht nach Amerika, sondern ins damalige Deutsch-Südwestafrika.

Von Flotow pflanzte Zitrusbäume und baute Gemüse an, um beides an die nahe gelegene Polizeistation zu verkaufen. 1911 konnte er die Farm erwerben. Trotz harter Arbeit reichte es jedoch nur knapp, um seine Familie zu ernähren. Sein ältester Sohn Adolf, der den Betrieb 1952 übernahm, verlegte den Schwerpunkt auf die Rinderzucht, so dass die Farm ihren Namen nun zu Recht trug: Otjosongombe bedeutet in der Sprache der Herero soviel wie Platz der Rinder.

Erst mit der Jahrtausendwende fand der grundlegende Wandel zum Gästebetrieb statt: Die Farmgebäude wurden zur Waterberg Wilderness Lodge umgestaltet und die Farm zum Naturreservat. Ein Hauch der Geschichte jedoch blieb dabei erhalten – nicht nur in der Atmosphäre der Lodge, sondern auch in Form von den Fotos in den Zimmern, die dem Gast das damalige Leben auf der Farm vor Augen führen...

  • Farmgebäude, Gemüsefelder und Obstplantage auf Otjosongombe

    Farmgebäude, Gemüsefelder und Obstplantage auf Otjosongombe. Foto: Waterberg Wilderness

  • Dieser Pavillon ist heute Teil des Garten-Cafés der Waterberg Wilderness Lodge

    Dieser Pavillon ist heute Teil des Garten-Cafés der Waterberg Wilderness Lodge. Foto: Waterberg Wilderness

Seltene Schwarzmanguste bei der Plateau Lodge?

Jahrzehntelang sorgte das kleine, wendige Raubtier für eine Debatte unter Experten; erst 2008 wurde es als eigenständige Art anerkannt: Die Schwarzmanguste. Sie gilt als sehr selten. In der Waterberg Plateau Lodge dagegen sieht man oft schwarze Mangusten zwischen den Felsen umherlaufen.

1928 war die Schwarzmanguste erstmals wissenschaftlich beschrieben worden, doch erst 80 Jahre später wurde sie unter dem Namen Galerella nigrata als eigene Art anerkannt („Introducing the Black Mongoose“ von Sara Tromp). Zuvor hatten Zoologen sie immer wieder als Unterart der Schlankmanguste (Galerella sanguinea) bezeichnet, die in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet ist. Grund war offenbar, dass in Namibia auch Schlankmangusten mit sehr dunkel gefärbtem Fell auftreten.

Tromp zufolge kommt die echte Schwarzmanguste nur auf Granit-Inselbergen nördlich der Spitzkoppe vor. Doch auch am Waterberg ist sie zuhause, wie ein Foto auf Wikipedia belegt. Der Berg besteht zwar vorwiegend aus Sandstein, ist aber auch eine Art Inselberg und bietet ähnliche Lebensbedingungen: Felsblöcke, zwischen denen die Schwarzmanguste Schutz sucht und ihren Bau errichtet, und ein reichhaltiges Nahrungsangebot – von Insekten über kleine Reptilien und Vögel bis hin zu kleinen Säugetieren. Sie jagt meist tagsüber. Ihr schwarzes Fell, so nehmen Experten an, dient ihr als Tarnung im Schatten der Felsen.

Gäste der Waterberg Plateau Lodge können diesen kleinen schwarzen Räuber mit etwas Glück zu Gesicht bekommen, wenn er zwischen den Felsblöcken bei den Chalets umher huscht. Ihn zu fotografieren ist allerdings nicht leicht, weil er ständig in Bewegung ist und meist nur stillhält, wenn er sich im Schatten befindet. Daher könnten Experten einwenden, es möge sich um eine sehr dunkle Schlankmanguste handeln, bis uns oder einem unsere Gäste ein eindeutiges Beweisfoto gelingt...

  • Aufgenommen bei der Waterberg Plateau Lodge: Schwarzmanguste oder sehr dunkle Schlankmanguste

    Aufgenommen bei der Waterberg Plateau Lodge: Schwarzmanguste oder sehr dunkle Schlankmanguste? Foto: Waterberg Wilderness

Weitere Fenster in die Vergangenheit
  • Fenster in die Vergangenheit: Schautafel auf dem History Path von Waterberg Wilderness.

    Fenster in die Vergangenheit: Schautafel auf dem History Path von Waterberg Wilderness. Foto: Waterberg Wilderness

Waterberg Wilderness erweitert auf seinem History Path den Blick in die gemeinsame Geschichte Namibias und Deutschlands. Für den Geschichts-Erlebnispfad wurden zwei weitere Schautafeln zusammengestellt, die Entwicklungen vor und nach der Schlacht am Waterberg vor Augen führen...

Eine Tafel dreht sich um die wachsenden Konflikte zwischen Herero und Deutschen in der damaligen Kolonie Deutsch Südwestafrika bis hin zum Kolonialkrieg. Die zweite erklärt, warum die Ereignisse damals die Beziehungen zwischen dem 1990 unabhängig gewordenen Namibia und dem im selben Jahr wiedervereinigten Deutschland bis heute in besonderer Weise prägen.

Damit umfasst der Geschichts-Erlebnispfad im privaten Naturreservat Waterberg Wilderness nun sieben Stationen. Im Zentrum stehen die Gefechte zwischen den Herero und der deutschen Schutztruppe am Waterberg. Auf dem History Path kommt der Gast auch an zwei Stätten vorbei, an denen im August 1904 gekämpft und im Januar 1906 ein Sammellager für versprengte Herero errichtet worden war.

Neues Restaurant mit Blick in die Natur
  • Der neue Speiseraum der Waterberg Wilderness Lodge

    Der neue Speiseraum der Waterberg Wilderness Lodge. Foto: Waterberg Wilderness

Gäste der Waterberg Wilderness Lodge genießen zum Abendessen ab sofort den Blick auf Busch und Bäume am Fuße der rötlichen Steilwände des Waterbergs: Ende Juni wurde der neue Speiseraum fertig. An Stelle des bisherigen Restaurants gibt es nun zwei weitere Zimmer.

Der neue Speiseraum liegt nicht nur am Rande des Gartens, sondern auch näher an der Küche, so dass die Kellner kürzere Wege haben. Mit den beiden neuen Zimmern verfügt die Lodge nun über insgesamt 14 Zimmer. Vier davon sind Familienzimmer mit drei oder vier Betten.

Beim Umbau der Lodge wurde zudem das Ziel verfolgt, die Gästezimmer noch klarer von den allgemeinen Räumlichkeiten wie Bibliothek und Speiseraum zu trennen. Dadurch wird allen Gästen mehr Privatsphäre geboten.

Nashorn-Nachwuchs auf Waterberg Wilderness
  • Nachwuchs bei den Breitmaul-Nashörnern: Bullen-Kalb mit seiner Mutter

    Nachwuchs bei den Breitmaul-Nashörnern: Bullen-Kalb mit seiner Mutter. Foto: Waterberg Wilderness

Dass eine der beiden Nashorn-Kühe im privaten Naturreservat plötzlich nicht mehr gesichtet wurde, gab Anlass zur Sorge. Denn auch in Namibia sind Wilderer auf der Jagd nach den wertvollen Hörnern. Doch dann kam die frohe Botschaft der Rhino Ranger: Die Kuh war wohlauf – und nicht mehr allein!

Die Nashorn-Kuh hatte sich zum Gebähren in den Busch zurückgezogen. Dort brachte sie ein Bullen-Kalb zur Welt. Es dürfte rund 50 Kilogramm wiegen. Gezeugt wurde es bereits im Dezember 2015, denn die Tragzeit bei Breitmaul-Nashörnern beträgt rund 16 Monate. Für Waterberg Wilderness ist der Nachwuchs auch deshalb eine große Freude, weil nach jahrelangem Warten bereits Zweifel an der Fruchtbarkeit der Tiere aufkamen.

Übrigens: Auch bei unserem Partner Ghaub gab es bei den Nashörnern Nachwuchs.

Gäste können die Nashörner auf einem Rhino Drive und einer Rhino Tracking Tour fast hautnah erleben. Allerdings halten die Tourführer in den ersten Wochen einen deutlich größeren Abstand, um Stress für Kuh und Kalb zu vermeiden.